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 English Version

(Update) - Megapuls - Batteriewartungsgerät

Lässt sich die Lebensdauer der Bordbatterien wirklich verlängern?

Teststatus:

Testbeginn Mai 2005 - Testende Mai 2008 (update 24.09.2010)

Produktname:

Megapulse


Herstelleradresse:

www.novitec.de

Einsatzbereich:

Batteriewartungsgerät

Kaufmotivation

  • Die Lebensdauer der Bordbatterien soll verlängert werden
  • Die Erhaltung der Batteriekapazität
  • Geld sparen
  • Zum Umweltschutz beitragen

    Beschreibung/Funktionsweise laut Herstellerangabe

    Der Megapulse 12 V entnimmt im Pulsbetrieb der Batterie 50 - 150 mA. Er macht daraus eine Spannungspulsation von ca. 20 V mit Frequenz 8000 (8000 Spannungsschübe pro Sekunde mit Ausschlag 20 V). Dies bewirkt eine Verbesserung der Ladeaufnahme und die Umwandlung von Sulfatation (kristallinem Bleisulfat) in wieder aktives, amorphes Bleisulfat am Ort.
  • Stellt also Kapazität und Startvermögen wieder her.
  • Jegliche Bauart von Blei-Säure-Batterien sollen sich regenerieren lassen, auch Gel-Batterien.

    Umweltaspekte:

    Wer so stark mit Umweltaspekten wirbt, wie die Vertreiber des "Megapulse", der sollte auch bei der Auswahl der Verpackung Umweltaspekte stärker berücksichtigen. Es handelt sich hier eindeutig um ein beratungsintensives Produkt, das man nicht aus dem Sonderangebotsregal an der Supermarktkasse pickt. Eine Kartonagenverpackung wäre hier also sicherlich vertretbar und würde das Verkaufsergebniss wohl nicht schmälern.

    Folgende Aussagen, die ich der Website der Fa. Novitec also dem Vertreiber des "Megapulse" entnommen habe, haben mich sehr beeindruckt.

    "Im Schnitt fallen pro Batterie allein bei der Verhüttung 1,5 - 2 Kubikmeter verseuchtes Wasser an und 1,5 - 2 KG giftigste Schmelzschlacke. Das wären 20 Millionen Kubikmeter Wasser und 20 000 Tonnen Giftmüll allein in Deutschland"

    Bewegt man sich in weniger entwickelten Regionen dieser Erde, dann kann man sehr leicht erahnen, was mit den Batterien geschieht, wenn diese eigentlich ins Recycling sollten.

    Lieferung:

    Die Geräte wurden von der Firma Novitec direkt an Nautictest geliefert. Besorgnis vor einem eventuell negativem Abschneiden in Praxis scheint also nicht zu bestehen.

    Lieferumfang

    Der "Megapuls" besteht aus einer verschweißten Einheit, aus der zwei Kabel führen.

    Wünschenswert wäre aus meiner Sicht:
  • Ein an der Unterseite bereits angebrachtes doppelseitiges Klebeband würde die Installation sehr vereinfachen.
  • Beigefügte Krokodil Klemmen, damit könnte die Installation vor allem bei schlecht zugänglichen Batterien ebenfalls vereinfacht werden. Dies würde auch den mobilen Einsatz wesentlich erleichtern.

    Design:

    Die blaugelbe Box (exakt die Mupfelfarben) hebt sich wohltuend vom schwarzen einerlei der sonst üblichen Boxen ab.

    Bedienungsanleitung:

    Die zur Installation nötigen Angaben sind auf dem Beipackzettel erhalten.

    Zu folgenden Fragestellungen konnte ich keine weiterführenden Informationen finden.
  • So fehlt mir eine Angabe bis zu welcher Batteriekapazität das Gerät verwendbar ist.
  • Wie die Installation zu handhaben ist, wenn mehrere Batterien miteinander verschaltet wurden.

    Installation


    Die Installation stellt keine besonderen Herausforderungen, das Plus und das Minuskabel des "Megapulse" sind mit den entsprechenden Batteriepolen zu verbinden. Mittels Einkerbungen am Geräteboden kann der "Megapulse" auch leicht mit Schrauben befestigt werden. Ich habe mich für doppelseitiges Klebeband entschieden.

    Praxisbetrieb:

    Die Installation erfolgte am 05.04.2005.

    Insgesamt wurden vier "Megapulse" Geräte installiert.

    Ein "Megapulse" wurde auf die Backbordstarterbatterie (145 Ampere), die bereits 2000 installiert wurde und damit bereits 5 Jahre alt ist, montiert.

    Drei Megapulsegeräte sind auf die Bordbatteriebank mit 5 x 150 Ampere=750 Ampere verteilt nach dem Schema 1, 3 und 5 Batterie, dies wurde mir von der Fa. Novitec so empfohlen, da ein Gerät bis zu 300 Ampere einsetzbar ist, also angeblich 2 Batterien versorgen kann.
    Alle 5 Batterien wurden von mir im April 2004 angeschafft, waren also bereits ein Jahr alt.

    Ein Gerät habe ich mit Krokodilklemmen versehen, um es z.B. für die Aussenborderbatterie oder im Rahmen der Nachbarschaftshilfe leicht abnehmen zu können.

    Wenn der Pulser sich einschaltet, dann ist ein sehr leises und hohes Summen zu hören. Sehr empfindliche Personen könnte dies eventuell stören.

    Meine persönliche Wertung:

    Die Argumente von Novitec, dem Vertreiber des "Megapulse" scheinen auf den ersten Blick gut und stimmig.

    In der Praxis stellt sich das Verhalten der Megapulser dann doch sehr abweichend dar.

  • In der Zusammenarbeit mit den relativ neuen Bleibatterien der Hausbank war eindeutig feststellbar, das die Kapazität bis zum Schluss weitgehend erhalten blieb. Dies hatte aber zur Folge das die Batterien auch entsprechend stark belastet wurden und die Lebensdauer sich dadurch eher verringerte als erhöhte. Die Batterien sind also im üblichen Alter von knapp 4 Jahren Stück für Stück meist sehr abrupt verschieden.

  • Den Megapulser zur Auffrischung bzw. für alte Batterien zu verwenden, davon kann ich nur abraten. Die Kapazität nimmt, schließt man einen Megapulser an eine alte Batterie an, kurzzeitig zu, anschließend kommt es sehr bald zum totalen Zusammenbruch. Nachdem ich dies an meiner alten Starterbatterie feststellen musste, habe ich zusammen mit Andi vom Yachtservice in Gomera einen ganzen Satz unterschiedlichster Batterien mit dem Megapulser behandelt. Der Effekt war durch die Bank der gleiche. Defekte Batterien waren für wenige Tage (nicht Wochen)teilweise wieder zu gebrauchen oder zeigten ein besseres Ladeverhalten. Aber nach wenigen Ladezyklen brachen die so behandelten Batterien komplett zusammen.

    Eine Anschaffung bzw. ein Einsatz der Megapulser ist gemäß unserer Erfahrung wenn überhaupt, nur sinnvoll, wenn diese in Kombination mit einem neuen Satz Batterien eingesetzt werden.

    Die Auffrischung oder Reparatur alter Batterien ist uns nicht gelungen.

    Angesichts des hohen Preises und der recht eingeschränkten bzw. unspezifischen Wirkung, würde ich von einer erneuten Anschaffung Abstand nehmen.

    Zeitliche Verfolgung:


    Sollten Probleme oder wichtige Vorkommnisse auftreten so werden wir diese hier dokumentieren. Das Produkt wird für mindestens 36 Monate überwacht, der Zeitraum ist angelehnt an die Dauer einer Weltumsegelung.

    Die Geräte funktionieren immer noch (Sept. 2010) und wir haben diese mit den ebenfalls im Test befindlichen Nano Gel Batterien weiterhin im Einsatz.



    Autor: Paul - Catamaran Mupfel Ort: Grenada Datum: 24.09.2010


     
    Datum:  24.09.2010 Diese Seite weiterempfehlen
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