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 English Version

Aquagiv - die "Watermaker Katastrophe"

Teststatus

Start am 01.05.2010 - Testabbruch August 2010

Produktname und Preis:

ECO-Serie, Angabe von Aquagiv 8.000,-- € (tatsächlich kostet das Gerät laut Hersteller ca. 4.000,-- € l. Man hat versucht uns gegenüber den Wert des Gerät möglichst hoch anzusetzen um damit die Lieferung des eigentlich bestellten Wassermachers der wesentlich teureren Blue Serie ohne Kostenerstattung ausgleichen zu können.) Tja für alle die es glauben...

Herstelleradresse und/oder Händler:


Aquagiv - München

Eco-Sistems, Spanien

Einsatzbereich:

Die Eco-Serie ist für Yachten konzipiert, die über relativ wenig Energie verfügen oder Ihr Trinkwasser umweltfreundlich erzeugen wollen.
Das hier vorgestellte kleinste Modell soll bis zu 30 Liter Trinkwasser pro Stunde erzeugen und wäre somit für für die typischen "Paarcrews" mit einem Verbrauch von um oder unter 50 Litern pro Tag besonders geeignet.

Kaufmotivation

Nach umfangreichen Erfahrungen mit Motor getriebenen Wassermachern kam für uns nur noch eine leise und umweltfreundliche Variante in Frage.

Es macht einfach keine Freude in einer schönen Bucht zu liegen und dann stundenlang den Motor mit dem einhergehenden Lärm- und Gestank laufen zu lassen. Da eine konstante Umdrehungszahl bei diesen System benötigt wird, ist es auch nicht möglich Wasser während eh anfallender Motorlaufzeiten zu produzieren. Denn in der Regel ist die Umdrehungszahl zu gering um Strecke zu machen, im Rahmen von Manövern sind ständige Belastungswechsel gefordert, so0 das die Systeme dann abschalten.
Darüber hinaus, summieren sich die Laufzeiten und damit die Wartungsarbeiten für zusätzliche Ölwechsel, die Abnutzung der Maschinen und der Dieselverbrauch zu ganz erheblichen Summen. Das oft angeführte Argument, das Wassermacher mit Energierückgewinnungssystemen eine geringere Haltbarkeit vor allem bei den Membranen aufweisen, greift nicht, jedenfalls wenn man man einen Taschenrechner bedienen kann und davon ausgeht, das ein Membranwechsel in der Regel weniger ca 500,-- Euro kostet.

Wir haben auf unserem Katamaran ausreichend Solar- und Windenergiekapazitäten installiert. An guten Tagen produzieren wir bis zu 60 Ampere pro Stunde. Der Betrieb der Eco-Serie mit einem Verbrauch von ca. 20 Ampere pro Stunde stellte für uns also kein Problem dar.

Unser Wasserverbrauch liegt bei ca. 50 Litern pro Tag. Mit eingeschlossen ist hierbei die Nutzung der Waschmaschine und der gelegentliche Einsatz des Hochdruckreinigers z.B. zur Reinigung des Cockpits sowie größerer Teppiche.

Damit es bei diesem geringem Verbrauch bleibt, nutzen wir eine sehr komfortable Wasserspardusche, Wasserstopper im Bad und so oft wie möglich Meerwasser im Bereich der Küche.
Vor allem aber speisen wir Regenwasser, das wir über die Dachflächen und die am Heck installierten Solarpaneele gewinnen, über einen Filter direkt in den Tank ein. Regenwasser schmeckt hervorragend ist sauber benötigt keinerlei Energie zur Gewinnung und so füllt sich unser Tank oft während wir schlafen oder unterwegs sind.

Die hier vorgestellte Anlage haben wir nicht aufgrund des beschriebenen Nautictest- Auswertungsverfahrens ausgewählt. Die Anlage wurde uns von Aquagiv als Ersatz für ein Gerät aus deren BlueSerie zur Verfügung gestellt, dieses hatte leider niemals funktioniert. Das Ersatzgerät wird von Eco-Sistems in Spanien angeboten und ist deren erstes Produkt aus eigener Herstellung.

Beschreibung Funktionsweise

Das besondere an der Anlage ist das Energy-Recovery System. Dieses nutzt den Druck des Abwassers das aus der Membrane heraus fließt, führt es zurück in die Hochdruckpumpe und verstärkt dadurch den Druck des Rohwassers das durch die Membrane gepumpt wird. Solche Anlagen sind seit Jahren auf dem Markt. Allerdings ist deren Ruf nicht der Beste gerade zu Beginn gab es bei den meisten Anlagen aufgrund der komplexen Regeltechnik erhebliche Probleme. Bei der Energierückgewinnung kommt es also vor allem darauf an, die relativ komplizierte Regeltechnik in den Griff zu bekommen.

Umweltaspekte:

Gerade bei Wassermachern gilt die Faustregel, je geringer der Energieverbrauch umso umweltfreundlicher ist das System. Das hier vorgestellte Gerät kann direkt von den Bordbatterien versorgt werden. Somit ist eine Versorgung mit regenerativer Energie als auch die Wassererzeugung während anfallender Motorlaufzeiten z.B. bei Flauten oder schwierigen Ansteuerungen möglich.

Lieferumfang:

Fast alle zur Installation notwendigen Teile wie Filter, Schläuche, Schlauchbinder etc. waren in der Lieferung enthalten. Uns fehlten:

  • Ein passender elektrische Ein/Aus Schalter
  • Ein Kabel für den elektrischen Anschluss mit dem geforderten Querschnitt
  • Eine passende Sicherung
  • Ein Messgerät oder eine Messeinrichtung die anzeigt wie hoch der Salzgehalt des Wassers ist, um entscheiden zu können ob das Wasser in das Trinkwassersystem der Yacht eingespeist werden kann

    Gerade diese Teile sind keine Massenware und nur schwer zu bekommen. Alternativ würden wir Aquagiv empfehlen ein extra Elektropaket anzubieten.

    Bedienungsanleitung:

    Die Bedienungsanleitung ist knapp enthält aber alle zur Installation nötigen Angaben. Vermisst haben wir:

  • Angaben zum Energieverbrauch
  • Angaben zur möglichen Produktmenge
  • Angaben zum Einbau z.B. wie weit unter der Wasserlinie die Anlage installiert werden muss
  • Angaben zu den Anlaufzeiten
  • Angaben zum Troubleshouting
  • Eine begleitende Website

    Installation

    Die Schläuche passten gut und waren ohne großen Kraft und Zeitaufwand anzubringen. Was sich änderte sobald man versuchte diese wieder abzuziehen, das brauchte dann erheblichen Krafteinsatz. Insofern sollte man sich die Verlegung vorher gut überlegen, da die relativ filigranen Komponenten dann auch leicht brechen können.
    Im Rahmen der Installation hatten wir mit folgenden Problemen zu kämpfen:

  • Eine Bedienungs- und Einbauanleitung fehlte, diese mussten wir mühsam per Internet über Mobiltelefon in Gambia Westafrika herunterladen, was uns Stunden gekostet hat.
  • Der Einlaßstutzen zum Feinfilter hatte einen Riss, Luft konnte so in das System eindringen
  • Der Grobfilter war nicht funktionsgerecht zusammengebaut.
  • Der Kabeleinlass sowie das Gehäuse an der Niederdruckpumpe sind zu klein um das 12 V Versorgungskabel in der geforderten Stärke von 10 qmm aufzunehmen.
  • Das Dreiwegeventil war undicht und schlecht zu bedienen, es wirkte insgesamt nicht sehr vertrauenerweckend, so dass wir dieses aus Sicherheitsgründen durch ein robusteres Ventil aus Metall ersetzt haben.

    Über die Mängel waren wir nicht allzu erfreut, da mit Aquagiv vereinbart war, das das System für eine Atlantiküberquerung eingesetzt werden sollte und in Gambia installiert werden würde. Da es sich noch dazu um ein Testgerät handelte, hatten wir mit einer sorgfältigen Zusammenstellung und Kontrolle der gelieferten Komponenten seitens von Aquagiv gerechnet.

    Insgesamt wirkt das System übersichtlich und durchdacht und die Installation sollte für jeden halbwegs erfahrenen Yachteigner kein Problem darstellen.

    Design:

    Die Anlage ist sehr kompakt und das Design ist sehr gut gelungen. Die Hochdruckeinheit wirkt sehr hochwertig. So könnte man diese auch an exponierteren bzw. gut sichtbaren Bereichen wie in der Küche platzieren.

    Praxiserfahrungen aus dem laufenden Einsatz:

    Die Praxiserfahrungen halten sich bislang in Grenzen, da das System den zum normalen Betrieb benötigten Druck nicht aufbauen konnte und nach nur 2,5 Stdn. Nutzung komplett ausgefallen ist.
    Bereits die Inbetriebnahme machte erhebliche Probleme. Das System begann erst nach mehreren Stunden Laufzeit Druck aufzubauen. Insgesamt erreichte es dann nicht einmal den gelben Bereich auf der Skala des Druckmessers obwohl der für den Betrieb vorgesehene grüne Bereich erst auf diesen folgt.

    Welche Eigenschaften sind hervorzuheben

  • Die Bedienung ist relativ einfach
  • Im Betrieb arbeitete das Gerät sehr ruhig
  • Es ist wohl keine Förderpumpe nötig solange die Niederdruckpumpe konstant mit Wasser versorgt wird
  • Die Anlage und die Feinfiltertgehäuse verfügen über keine Entlüftungsfunktion, was es sehr schwierig macht, Luft aus der Anlage zu bekommen.

    Welche Fehler sind aufgetreten

    Der nötige Betriebsdruck von 55 bar lies sich nicht erzielen. Nach der dritten Nutzung bei 35 bar und insgesamt ca. 2,5 Betriebsstunden ließ sich auch dieser zur Wasserproduktion mindestens nötige Druck nicht mehr erzielen.

    Service:

    Aquagiv wusste, das wir auf die Anlage sehr angewiesen waren. Hatten wir doch Gäste an Bord also "Fullhouse" und führte uns unsere Reiseroute nach Guinea Bissau einem Land fast ohne jede Infrastruktur. Sauberes Wasser würde dort wohl kaum oder nur sehr schwierig zu bekommen sein. Anschließend sollte es über den Atlantik gehen.

    Auf das Abenteuer mit einer weiteren Anlage von Aquagiv haben wir uns nur eingelassen, weil die Anlage zugekauft war, also von einem anderen Hersteller stammte und Aquagiv die Testanlage mitfinanziert hatte. Wir hatten Aquagiv auch darauf hingewiesen, das die Testergebnisse unabhängig vom Ausgang publiziert werden würden, also auch wenn es ein schlechtes Testergebnis geben sollte. So gingen wir davon aus, das Aquagiv diesmal einen engagierten Service bieten würde.

    Service 01 - Bedienungsanleitung
    Hier hat Aquagiv gut reagiert, die am Mittwoch den 28.4. telefonisch und per Mail angeforderte Anleitung war am Donnerstag den 29.4. im Postfach.
    Reaktionszeit: 1 Arbeitstag

    Service 02 - Troubleshouting nach Systemausfall
    Leider gibt es bei Aquagiv keinen Servicetechniker, so laufen alle Anfragen über den überlasteten ?Eigentümer Martin Wörtz der ja noch ein Einzelhandels- sowie ein Versandgeschäft betreibt.
    Wir schilderten unsere Notlage und unseren Zeitdruck und Martin Wörtz versprach uns sich sofort mit dem Hersteller in Verbindung zu setzen und uns dann mögliche Reparaturanweisungen zu geben.
    Dieses "sofort" dauerte dann 4 Tage. Auf unsere aktives Nachhaken über Satellitentelefon bekamen wir dann den Tipp das Gerät auf dem Kopf stehend zu betreiben, damit im System vermutete Luft entweichen könnte. Die Maßnahme war natürlich erfolglos. Auf unsere Bitte eine neue Pumpe zu senden wurde von seitens Aquagiv gar nicht reagiert.

    Jeder kann sich vorstellen, was vor Antritt eines fast 7 wöchigen Daueraufenthaltes auf See alles vorzubereiten ist. Die mangelnde Unterstützung seitens Aquagiv war eine sehr unangenehme zusätzliche Belastung.

    Service 03:
    Damit wir dann wenigstens bei unserer Ankunft in Grenada eine Reparatur vornehmen könnten, recherchierten und übersendeten wir alle notwendigen Kontaktadressen an Aquagiv und baten die nötigen Ersatzteile dorthin zu senden.
    Bei unserer Ankunft sieben Wochen später, mussten wir dann feststellen, das Aquagiv rein gar nichts unternommen hatte.

    Nachdem wir praktisch täglich Anfragten, wie es nun weitergehen sollte, wurde uns dann nach mehreren vergeblichen Anrufen ein Gespräch mit dem spanischem Hersteller angeboten.
    Wieder warteten wir vergeblich 8 Tage auf den Anruf des spanischen Herstellers. Wieder erst nach mehrmaligen Erinnerungsanrufen (immer schön teuer) via Satellitentelefon, kam dann ein äußerst unbefriedigendes Gespräch zustande.

    Eco-Sistems teilte uns mit, die Anlage die uns Aquagiv geliefert hätte, sei für Schiffe konzipiert, die nur einige Wochen im Jahr genutzt würden. Für unsere Ansprüche wäre die Anlage unterdimensioniert. Unser Argument, das auch 2,5 Stunden Betriebszeit nicht für einen Urlaub reichten, wurde mit der Empfehlung, wir sollten auf die robustere 60L Anlage umstellen ausgehebelt.
    Ich bat dann um Zusendung der Spezifikationen für diese Anlage. Mit der üblichen Verzögerung, versprochen war morgen...geliefert wurde 5 Tage später. konnte ich die Daten der 60 Liter Anlage einsehen. Bei der angeblich robusteren 60 Liter Anlage handelte es sich um die vollkommen identischen Pumpeinheiten, Vorfilter etc. Nur die verwendete Membraneinheit war etwas länger. Der spanische Boss hatte uns also schlichtweg die Hucke voll gelogen, wohl weil er mit unserer Vorabprüfung nicht gerechnet hatte.
    Auf unsere schriftliche Rückfrage wurde dies dann auch bestätigt. Das Ergebnis war damit, das der Wassermacher laut seinem Chef für einen regelmäßigen Einsatz nicht ausgelegt sei.

    Service 04:
    Dennoch man wollte uns nun wiederum innerhalb von zwei Tagen mitteilen ob man ein neues Gerät liefern würde oder wenn nicht, welche Ersatzteile geliefert werden sollten. Auch hier verblieb es beim wollte. Trotz unserer ständigen Anrufe und Emails mit der immer noch freundlichen Bitte um Stellungnahme reagierte Aquagiv nicht.
    Erst als wir mit dem Abbruch des Tests drohten, teilte man uns mit, das eine neue Hochdruckpumpe versandt worden sei. Nun zwischenzeitlich war es August und über 3 Monate waren vergangen, ohne das wir den Wassermacher einsetzen konnten.

    Service 05:
    Nachdem unser Zollabwickler nach 14 Tagen immer noch keinen Liefereingang verzeichnen konnte, baten wir um die Übermittlung einer einer Trackingnummer. Dies benötigte wiederum 5 Tage und trotz stundenlanger Suche konnten wir die Sendung nicht identifizieren.

    Die Ursache hierfür war ganz einfach, die Sendung war noch gar nicht unterwegs. Man hatte uns, um uns ruhig zu stellen irgendeine Tracking Nummer gesandt. Nun begannen wir direkt beim spanischen Hersteller nachzufragen und wieder dauerte es über 1 Woche bis die Sendung das Lager verlies. Wir wussten weder was gesandt wurde noch bekamen wir eine Einbauanleitung oder sonstige technische Hinweise, auch die versprochenen Kopien der Lieferpapiere erreichten uns nicht.

    Vor Ort stellte sich dann heraus, das der spanische Hersteller Eco-Sistems eine neue Hochdruckpumpe gesandt hatte. Nachdem wir diese gewechselt hatten und wir den Wassermacher wieder anschalteten konnten wir wieder nur lange Gesichter machen:

  • Die Literleistung betrug nun nur 8 Liter Wasser pro Stunde

  • Der Druck betrug nur 35 bar statt benötigter 55 bar

  • Der Salzgehalt betrug über 1000 ppm was bedeutete das das Wasser bei ständigem Gebrauch wohl zu Nierenschäden und Bluthochdruckproblemen führen würde.

    Service 06:
    Aquagiv hat zwischenzeitlich auf stillhalten und aussitzen umgestellt. Kein Wort des Bedauerns, keine Entschuldigung, kein Angebot wie Sie den Schaden beheben wollen. Unsere Emails wurden einfach nicht mehr beantwortet.

    Der spanische Hersteller verweist auf Aquagiv und hat darüber hinaus noch ein besonders peinliches Argument auf Lager:

  • Wir hätten ja nur eine manuelle Anlage, da sei es normal das das 30 Liter Gerät nur 8 Liter schlechtes Wasser produziere, das läge an den Bedingungen in der Karibik.

  • Es gäbe auch ein elektronisches Gerät das die Drehzahl der Pumpe und somit den Druck selbst regeln würde...
    Nun das kannten wir doch schon irgendwie von der Aquagiv eigenen Anlage die niemals funktioniert hat und für die man uns die von Eco-Sistems als Ersatz angeboten hat. Hier teilt man sich also auch schon die Ausreden...

    Meine persönliche Nautictestwertung:


    Niemand kann mir vorwerfen, das wir es nicht versucht hätten. Mit Freundlichkeit, mit Dringlichkeit, mit Geduld und vor allem mit Beständigkeit. Doch erst als wir drohten den Test abzubrechen, begann Aquagiv zu reagieren, doch auch dies führte nur zu wenigen halbherzigen Aktionen seitens von Aquagiv.

    Nach nun 4 Monaten beständigem Dauerärger mit dem schlechtem Service von Aquagiv sowie der erheblichen Mängel an der gelieferten Anlage von ECO-Sistems haben wir uns entschieden, den Test abzubrechen.

    Aufgrund meiner persönlichen nun zweijährigen Erfahrungen mit Aquagiv und Eco-Sistems kann ich jeden Yachteigner nur warnen sich bei Aquagiv einen Wassermacher zu kaufen. Es handelt sich nach über 2 Jahren gleichbleibend negativen Erfahrungen nicht mehr um die Anlaufschwierigkeiten eines neuen Unternehmens. Solche Verhaltensstrukturen sind nach meiner Erfahrung systemimanent sprich Sie bilden die Einstellung der Geschäftsleitung ab.

    Dies ist bereits der zweite Wassermacher den wir von dieser Firma erhalten haben, der unvollständig und defekt ausgeliefert wurde. Auch hier waren wie beim Vorgängermodell aus der "BlueSerie" alle Behebungsversuche aufgrund des vor allem auch technisch inkompetenten Services nur mühsamst zu realisieren und in allen Fällen erfolglos.

    Das Servicemodell von Aquagiv basiert darauf sich so passiv wie möglich zu verhalten und den Kunden so lange hin zuhalten bis er es Leid geworden ist und aufgibt.

    Wie dilettantisch man dabei vorgeht zeigt dieser schlechteste aller bisherigen Nautictests. Obwohl Aquagiv vor Testbeginn darum gebeten hat, die Testergebnisse zu veröffentlichen, dazu eigene Mittel investiert hat und weiß das mittlerweile weit über 10.000 Yachteigner Nautictest lesen, hat man es nicht geschafft innerhalb von 4 Monaten einen funktionierenden Wassermacher zu liefern, einen auch nur befriedigenden Service zu bieten oder eine Lösung des Problems überhaupt in Aussicht zu stellen.

    Die Auskünfte und Handlungsweisen des spanischen Herstellers sind ebenfalls gelinde gesagt als unseriös zu bezeichnen. Zuerst hatten wir das falsche System, als es dann doch das richtige war, ist es nun das falsche Meerwasser...Nun wir haben soviel Erfahrung, das wir wissen, das zwar der Salzgehalt und die Temperatur Einfluss auf die Produktmenge haben, aber nicht für einen zu geringen Systemdruck verantwortlich sind.

    Da stellt sich dann nur noch die Frage, wie verhält Aquagiv sich den Kunden gegenüber, die weniger technische Erfahrung und einen geringeren Einfluss auf das Marktgeschehen haben?

    Meine Nautictest Note ist leider eine klare 6




    Zeitliche Verfolgung:


    Unsere Erlebnisse im Rahmen der Rückabwicklung werden wir hier noch nachtragen.


    Autor: Paul Wirkus - Katamaran Mupfel Ort: Grenada Karibik Datum: 28.08.2010
     
    Datum:  28.08.2010 Diese Seite weiterempfehlen
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